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  • Landschaftsbild: Kuchen von oben

Aus der Gemeinderatssitzung vom 23.03.2026

Aktuelles aus der Gottfried-von-Spitzenberg-Schule, der offenen Jugendarbeit, der Schulsozialarbeit und der kommunalen Betreuung
In der vergangenen Gemeinderatssitzung standen die Berichte aus der Grundschule Kuchen, der Jugendarbeit, der Schulsozialarbeit und der kommunalen Betreuung an.  

Bericht aus der Grundschule
Schulleiterin Biler-Schlecht erläutert, dass aufgrund gestiegener Schülerzahlen die Grundschule in diesem Schuljahr erstmals wieder dreizügig aufgebaut ist (bisher zweizügig). In diesem Schuljahr besuchen ca. 200 Schülerinnen & Schüler (SuS) die Gottfried-von-Spitzenberg-Schule. 41,2 % der SuS haben einen Migrationsanteil, weshalb auch eine VKL (Vorbereitungsklasse) angeboten wird, um das Erlernen der deutschen Sprache sicherzustellen. Leider konnte dies in diesem Schuljahr aufgrund des Wegfalls einer Lehrkraft bisher nur in drei Wochen durchgeführt werden. Sie führte weiter aus, wie die tatsächlichen Übergänge an weiterführende Schulen nach Schuljahresende 2023/24 ausgesehen haben. Von 18 SuS, denen das Gymnasium empfohlen wurden, wechselten 17 SuS tatsächlich auf ein Gymnasium, ein SuS wechselte auf eine Gemeinschaftsschule. Von zwölf SuS denen die Realschule empfohlen wurde, wechselten zehn SuS auf eine Realschule und zwei auf eine Gemeinschaftsschule. Von elf SuS denen eine Werkreal-/Hauptschule empfohlen wurde, wechselten acht SuS auf ebendiese und drei auf eine Gemeinschaftsschule. Entgegen der bisherigen Praxis, dass die SuS aus Kuchen an die Gemeinschaftsschule am Tegelberg in Geislingen gehen, wird zunehmend die Gemeinschaftsschule in Süßen favorisiert.

Lehrer Widmaier ergänzte den Vortrag um Daten zum Unterrichtsausfall. Von insgesamt 4.972 zu leistenden Stunden im aktuellen Schuljahr wurden 4.599 Stunden regulär erteilt und 373 konnten z.B. aufgrund Krankheit oder Fortbildung nicht mit der eigentlich geplanten Lehrkraft durchgeführt werden. Tatsächlich entfallen sind davon 19,84% der nicht regulär erteilten Stunden, der Rest konnte durch Vertretung durch eine andere Lehrkraft, den FSJler oder durch Parallel-Unterricht aufgefangen werden. Insbesondere in den Zeiträumen zwischen den Herbst- & Weihnachtsferien, sowie zwischen den Weihnachts- & Faschingsferien sind die meisten Lehrkraftausfälle zu verzeichnen.

Schulleiterin Biler-Schlecht berichtete, dass durch interne Einschätzungsabfragen der SuS in der dritten Klasse die Schülerzufriedenheit in Bezug auf die Einstellung zur Schule, die Beziehung zwischen den SuS und die Beziehung zwischen SuS und Lehrkräften gestiegen ist. Bisher war die Teilnahme an der Umfrage freiwillig, ab diesem Schuljahr müsse dies verpflichtend von den Schulen durchgeführt werden.

Weitere aktuelle Themen und Projekte, die neben dem Unterricht von den Lehrkräften gestemmt und teilweise auch vom Kultusministerium gefordert werden, sind u.a. die Erstellung eines Schutzkonzeptes, die Verbesserung der Leistungen in Deutsch und Mathe aufgrund der schlechten Ergebnisse in den PISA-Studien, das Begleiten von gelebter Demokratie an der Schule durch Klassenräte oder die neu eingeführte SMV, das Anstreben des Zertifikats zur Schule mit sport- und bewegungserzieherischem Schwerpunkt sowie die weitere Sprachförderung. Auch die Teilnahme an Jugend trainiert für Olympia oder den Bundesjugendspielen, das Angebot von Pausenspielen, Waldtage, Energie- oder Leseprojekte wird angeboten.

Abschließend zeigt sich Schulleiterin Biler-Schlecht zufrieden mit der Gesamtentwicklung der Schule, insbesondere aber auch in Hinblick auf die Elternmitwirkung. Hier wurden Projekte zum Bestreiten des Schulwegs zu Fuß oder mit dem Fahrrad, die Teilnahme an einem Benefiz-Lauf sowie Elterncafes oder die Nikolausaktion organisiert. 

Bürgermeisterin Schaible-Schmidt bedankte sich im Namen des Gremiums für den ausführlichen Bericht und das Engagement von Schulleitung und Team für die Kuchener Grundschülerinnen und Grundschüler. 

 

Bericht aus der Jugendarbeit
Im Kuchener Jugendtreff werden von Leiter René Schamarek und seinem Team Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 9 - 21 Jahren betreut. Es werden Ausflüge geplant und besondere Aktionen durchgeführt. Im Jahr 2025 wurden im Treff bei 175 Öffnungszeiten durchschnittlich etwa 35 Besucherinnen und Besucher pro Öffnungszeit verzeichnet. Dabei lag der Mädchenanteil bei etwa 35%. Mittlerweile wird der Jugendtreff von dreißig Ehrenamtlichen zwischen 11 und 35 Jahren unterstützt. Diese Gruppierung begleitet und ermöglicht das reichhaltige Angebot des Jugendtreffs: von Sportangeboten wie u.a. Eislaufen, Bouldern, Ninja Warrior oder Trampolinspringen über Beratung, Nachhilfe und Unterstützung in allen Lebenslagen sowie eines K-City-Urlaubs bis hin zum gemeinsamen Kochen und Backen.
Einrichtungsleiter Schamarek zeigt sich sehr zufrieden mit der Entwicklung des Jugendtreffs, da ein starkes Team und viel Nachwuchs für beste Besucherzahlen und eine gute gemeinsame Zeit sorgen. 

Bürgermeisterin Schaible-Schmidt sowie das gesamte Gremium bedankten sich bei Herrn Schamarek für die Ausführungen aber insbesondere für seine tolle Arbeit, die geprägt durch Kontinuität und Herzblut ist und dadurch eine beliebte Institution bei der Kuchener Jugend darstellt.

 

Bericht aus der Schulsozialarbeit
Schulsozialarbeiterin Dehmer, die seit Beginn des Jahres an der Grundschule Kuchen tätig ist erklärt, dass sie bereits gut an der Schule angekommen ist. Sie führt aus, dass das Angebot der Schulsozialarbeit von Lehrkräften und Schulleitung gut angenommen wird. Auch Eltern melden sich zum Teil bereits selbstständig oder werden von Lehrkräften an sie weitergeleitet. Durch die hohe Präsenz an der Schule kennen sie die Schülerinnen und Schüler bereits und sprechen gerne mit ihr. Dabei befasst sie sich u.a. mit Themen wie dem Verhalten der Kinder untereinander, mit Problemen in den Familien aber auch mit Gefühlen und Wutregulation. Auch bei der Kontaktaufnahme zu Familien konnte sie bereits unterstützen. Seit den Faschingsferien wurde für jede Klassenstufe ein festgelegtes Programm zum sozialen Lernen eingeführt: Klassenstufe 1 - Verhaltenstraining mit Chamäleon „Ferdi“, Klassenstufe 2 - Kommunikationstraining mit Giraffe und Wolf , Klassenstufe 3 - Cool & Safe Programm und Klassenstufe 4 - Internet-ABC. 

 

Bericht aus der Kommunalen Betreuung
Justine Kusnierz führte für die kommunalen Betreuung aus, dass sich diese sowie der Mittagstisch weiterhin großer Beliebtheit erfreuen. Insgesamt werden vom Betreuungsteam 115 Kinder betreut. Über die Mittagszeit von 12 - 14 Uhr werden durchschnittlich 100 Kinder betreut. Hier wird auch auf eine abwechslungsreiche Ernährung mit Salatbuffet, Haupt- und Nachspeise sowie zusätzlichem Obst geachtet. Zweimal pro Woche gibt es für alle ein vegetarisches Essen an den anderen Tagen gibt es auch Fleisch oder Fisch, es wird jedoch auch immer eine vegetarische Alternative angeboten. Die Frühbetreuung von 7.30-8.30 Uhr wird von durchschnittlich 36 Kindern besucht.
Aktuell wird ein zweiter Betreuungsraum im Altbau des Schulhauses für die Kinder ausgestattet, sodass auch die Klassenstufen 1 und 2 im Haus betreut werden können und auch bei Schlechtwetter eine Räumlichkeit zur Verfügung steht. 
Aufgrund der hohen Auslastungszahlen insbesondere während des Mittagessens, freut sich Frau Kusnierz auf den künftigen Umbau der Mensa. 

Auch bei Frau Dehmer und Frau Kusnierz bedankte sich Bürgermeisterin Schaible-Schmidt für die bisher geleistete Arbeit und freut sich auf die weitere gute Zusammenarbeit. 

 

Verkehrstechnische Untersuchung des Kreuzungspunktes B 10/ Hauptstraße/ Richard-Wagner-Straße
Durch die Entwicklung des „Filba“-Areals - vom bisher reinen Gewerbegebiet in eine gemischte Nutzung unter Einbeziehung eines Gesundheitszentrums, eines Wohngebäudes und eines Bürogebäudes - ist künftig mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen im Einmündungsbereich Hauptstr./ B10 (vor dem Gesundheitszentrum) zu rechnen. Insgesamt ergibt sich der zusätzliche Verkehr durch Besucher, Mitarbeiter und Bewohner von vier Arztpraxen, einer Apotheke, 25 Wohnungen und einem Bürogebäude, welches für ca. 40 Mitarbeiter ausgelegt ist. Später könnte noch eine weitere Bebauung neben dem Gesundheitszentrum hinzukommen.
Schon heute ist es für den ausfahrenden Verkehr aus der Hauptstraße und Richard-Wagner-Straße schwierig, in die B10 einzufahren. Eine Regelung entweder durch Signalisierung oder bauliche Maßnahmen (= Kreisverkehr) sind daher schon 2024 in einer Verkehrsschau kurz thematisiert worden. Als Beratungsgrundlage für den Gemeinderat in Hinblick auf die verkehrliche Verbesserung wurde das Ing.-Büro Modus Consult Ulm GmbH mit einer verkehrstechnischen Untersuchung beauftragt, welche eine Ermittlung des aktuellen und des zu erwartenden Verkehrs sowie eine Beurteilung der Leistungsfähigkeit von Signalanlage und Kreisverkehr beinhaltet. 
Bei der Untersuchung wurde zunächst ausschließlich die Leistungsfähigkeit der drei Varianten Kreuzungsbereich ohne Signalisierung (heutiger Zustand), Kreuzungsbereich mit Signalisierung (Ampelanlagen) und Umbau der Kreuzung zum Kreisverkehr betrachtet. 

Die Ergebnisse lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:
Die Verkehrsbelastung im Kreuzungsbereich auf der B10 liegt bei rund 25.000 KfZ/24 h, die der Richard-Wagner-Str. bei rund 1.500 KfZ/24 h, und die prognostizierte Belastung der Hauptstr. vor dem Gesundheitszentrum (nach erfolgter Entwicklung des Gebiets Am Spitzenberg) bei rund 800 KfZ/24 h. Zu beachten ist, dass hier nach einer vorgegebenen Zähl- und Berechnungsweise ermittelt wurde (Wochenendverkehr ist hier nicht zu berücksichtigen!). 
Aus den Zahlen ergibt sich, dass der Knotenpunkt ohne Signalisierung/ Umbau (also in heutigem Zustand, aber einschließlich dem künftigen Neuverkehr nach Entwicklung des Gebiets) für die ausfahrenden KfZ aus dem Gebiet Am Spitzenberg und Richard-Wagner-Straße (vor allem für die Linksabbieger) problematisch wäre. Diese müssten lange Wartezeiten hinnehmen, bis eine Einfahrt auf die B10 möglich wäre.
Die Bewertung ergibt, dass ein Kreisverkehr für die Verkehrsströme ausreichend leistungsfähig wäre. Auch die Untersuchung einer Signalisierung ergibt eine ausreichende Leistungsfähigkeit.
Diese wäre auf Grund der verhältnismäßig geringen Verkehrszahlen auf der Hauptstr. vor dem Gesundheitszentrum und der Richard-Wagner-Str. selbst bei einer Teilsignalisierung noch gegeben. Bei einer Teilsignalisierung würde nur die B10 mit Ampeln versehen werden. 

Grundsätzlich könnten - allein unter Betrachtung der Leistungsfähigkeit - sowohl eine Signalisierung als auch ein Kreisverkehr in Frage kommen. Allerdings müsste der Kreisverkehr mindestens einen Durchmesser von 32 m aufweisen, zuzüglich seitlichem Geh- und Radweg insgesamt sogar ca. 37 m. Dies ist auf den heutigen öffentlichen Flächen nicht darstellbar. Es müsste in Privatgrund eingegriffen werden. Außerdem wäre die Hauptstraße vor dem Gesundheitszentrum zu verschwenken, um einen bündigen Knotenpunkt zu erreichen.

Die Kosten für einen entsprechenden Kreisverkehr werden auf die Größenordnung von rund 1 Mio. € geschätzt. Bei einer Vollsignalisierung ist mit deutlich geringeren Kosten in der Größenordnung von ca. 400.000 € inkl. Tiefbau zu rechnen. Diese ließen sich durch eine Teilsignalisierung nochmals auf rund 150.000 € reduzieren. Bei der Teilsignalisierung würde nur die B10 mit einer Lichtsignalanlage ausgestattet werden, sodass das Befahren des Kreuzungsbereichs für die Seitenstraßen Richard-Wagner-Straße und Hauptstraße in den rot-Phasen der Ampel möglich ist. 
Des Weiteren wäre bei einer Signalisierung (Voll- oder Teilsignalisierung) die Sicherheit und der Schutz der Fußgänger am besten gewährleistet. 

Das Gremium äußert in Teilen Bedauern über die ungünstigen Bedingungen für einen Kreisverkehr, sowohl was die enormen Kosten, den Platzbedarf, als auch die deutlich geringere Sicherheit der Fußgänger anbelangt.  

Grundsätzlich wird vom Büro Modus Consult Ulm GmbH empfohlen – und vom Gemeinderat befürwortet – dass nach dem erfolgten Bau der B10-neu im Rahmen der Sanierung und Rückbau der Ortsdurchfahrt zu einem späteren Zeitpunkt an dieser Stelle ein Kreisverkehr, der aufgrund der reduzierten KfZ-Zahl auch kleiner ausfallen kann, immer noch realisiert werden kann.  

Vor diesem Hintergrund stimmt der Gemeinderat für die Beauftragung der Verwaltung, für die Planung der Teilsignalisierung der Kreuzung ein Angebot vom Ing.-Büro VTG Straub, Donzdorf, einzuholen und weitere Schritte zu veranlassen. 

Vorstellung und Genehmigung der Feuerwehrbedarfsplanung
Das Feuerwehrgesetz für Baden-Württemberg fordert, eine den örtlichen Verhältnissen entsprechende leistungsfähige Gemeindefeuerwehr aufzustellen, auszurüsten und zu unterhalten. Die Leistungsfähigkeit ist nach den örtlichen Verhältnissen zu beurteilen. Diese kann anhand von Bemessungswerten (Qualitätskriterien) wie Eintreffzeit, Anzahl Einsatzkräfte und Fahrzeugtechnische Mindestausstattung gemessen werden. Zur Sicherstellung der Leistungsfähigkeit der Feuerwehr ist eine Bedarfsplanung zu erstellen und fortzuschreiben. Die Vorlage eines Bedarfsplans ist eine wichtige Weichenstellung mit erheblicher Signalwirkung für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte unserer Feuerwehr und zudem bei der Antragstellung für Zuwendungen erforderlich. Der Feuerwehrbedarfsplan stellt die strategische Ausrichtung für die nächsten fünf Jahre dar und ist als Gesamtkonzept zu verstehen bei dem die Komponenten voneinander abhängen und sich gegenseitig bedingen. 

Als notwendige und angemessene Reaktion auf die aktualisierte Gefahrenanalyse ergeben sich folgende wesentliche Punkte:

- Konzept Notstromversorgung
- Analyse baulicher Zustand Feuerwehrhaus mit Fachplaner, Erstellung eines Zukunftskonzepts
- Konzept kommunales Krisenmanagement zum Bevölkerungsschutz im Krisenfall
- Ersatzbeschaffung eines Leistungsfähigen Gerätewagen Logistik sowie notwendiger Rollcontainer
- Ersatzbeschaffung Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 

Diese Maßnahmen wurden durch den beauftragten Fachplaner Sebastian Fischer dem Gremium in den wesentlichen Zügen genauer erläutert. 

Die konkrete Umsetzung einzelner Maßnahmen steht, wie in den vergangenen Jahren, auch zukünftig stets unter dem Vorbehalt der Bereitstellung entsprechender Haushaltsmittel und entsprechender Einzelfallentscheidungen (Sachentscheidungen) in den jeweiligen Haushaltsjahren.
Die nun vorgelegte Fortschreibung des Feuerwehrbedarfsplans aus 2019 reagiert weitsichtig auf die Veränderungen in der Vergangenheit, auf die Entwicklungen in der Zukunft und bietet die Gewähr für einen angemessenen Schutz unserer Bürgerinnen und Bürger, unserer Firmen aber auch unserer Umwelt.
Auf Basis der beschriebenen Maßnahmen kann unsere Gemeinde mit der zentralen Säule „Ehrenamt“ auch zukünftig die kommunalen Pflichtaufgaben nach den Vorgaben des Feuerwehrgesetzes wirtschaftlich erfüllen. 

Das Gremium befürwortete die im Feuerwehrbedarfsplan aufgeführten Maßnahmen unter der Voraussetzung der jeweils technischen Notwendigkeit sowie finanziellen Machbarkeit. Das Gremium betonte gleichzeitig den starken Rückhalt der Feuerwehr durch den Gemeinderat. 

Der Gemeinderat stimmte dem Feuerwehrbedarfsplan 2025 - 2030 zu.
Unter dem Vorbehalt der Bereitstellung entsprechender Haushaltsmittel und entsprechender Einzelfallentscheidungen (Sachentscheidungen) wurde die Verwaltung beauftragt, die im Bedarfsplan dargestellten Maßnahmen in die Wege zu leiten bzw. umzusetzen.
Der Feuerwehrbedarfsplan soll in regelmäßigen Abständen angepasst und fortgeschrieben werden. 

Bebauungsplan "Urbanes Quartier Spitzenberg" und Örtliche Bauvorschriften im beschleunigten Verfahren nach §13a BauGB
- Abwägung über die eingegangenen Stellungnahmen
- Billigung des geänderten Entwurfs
- Beschluss der erneuten Veröffentlichung und Beteiligung der Träger öffentlicher Belange

Zur Entwicklung des früheren „Filba“-Areals wurde im letzten Jahr für das gesamten Areal das Bebauungsplanverfahren "Urbanes Quartier Spitzenberg" eingeleitet.
Im Rahmen der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange wurden einzelne Anregungen vorgebracht. Grundsätzliche Bedenken gegen die beabsichtigte Planung bestehen aber nicht. 
Die Anregungen können im Wesentlichen durch folgende Änderungen am Entwurf berücksichtigt werden: Festsetzungen zum Schutz vor Hangwasser, Festsetzungen zur Bepflanzung im Gebiet, Festsetzung einer Müllsammelstelle sowie Ergänzungen der Hinweise und der Begründung zum Bebauungsplan.
Außerdem war auf Grund des angrenzenden Vogelschutzgebiets „Vorland der Mittleren Schwäbischen Alb“ eine Natura-2000-Vorprüfung durchzuführen. Diese ergab, dass erhebliche Beeinträchtigungen des Vogelschutzgebiets durch das neue Quartier ausgeschlossen werden können. 
Eine weitere Anregung, bezogen auf die Erschließungssituation der neuen Straße „Am Spitzenberg“, kann berücksichtigt werden. 

Der geänderte Entwurf des Bebauungsplans und der Örtlichen Bauvorschriften wird gebilligt.
Die Verwaltung wurde beauftragt, den Entwurf des Bebauungsplans "Urbanes Quartier Spitzenberg" und der örtlichen Bauvorschriften - jeweils bestehend aus zeichnerischem und schriftlichem Teil in der Fassung vom 23.03.2026, gefertigt vom Ing.-Büro VTG Straub, Donzdorf - einschließlich Begründung in der Fassung vom 23.03.2026 gemäß § 4a Abs. 3 BauGB erneut im Internet zu veröffentlichen und die Stellungnahmen der berührten Träger öffentlicher Belange erneut einzuholen.

 

Filba-Areal/Gesundheitszentrum
- Auftragsvergabe Estricharbeiten
- Aktuelles
Weiterhin planmäßig laufen die Umbauarbeiten des Gesundheitszentrums (GHZ). Vor allem die notwendigen Trockenbauarbeiten für die Schaffung der Praxisräume, sowie die HLS-Grundinstallationen sind bereits in sämtlichen Stockwerken ordentlich fortgeschritten. Auch die Elektroinstallationsarbeiten liegen aktuell im Bauzeitenplan, hier sind die Grundinstallationsarbeiten im 3. Obergeschoss nahezu abgeschlossen. Nach Abschluss der Gerüstbauarbeiten starten dann auch die Arbeiten an der Fassade inkl. der integrierten Fledermauskästen. 
Um in den weiteren Planungen rund um das Gebäude einen Schritt weiterzukommen hat der Bauausschuss in seiner Sitzung am 25.02.2026 folgende Themen vorberaten: Abfallumhausung und Fahrradunterstand bzw. Unterbringung dieser im Untergeschoss, Beschriftung / Beleuchtung des Gebäudes, Zuteilung der Stellplätze, Bauzeitenplan und Kostenfortschreibung. Die Ergebnisse der Vorberatung zu diesen Themen im Bauausschuss wurden in der Sitzung dem Gesamtgremium vorgestellt. 
Zudem steht zunächst die Vergabe der Estricharbeiten an. Diese wurden durch das Architekturbüro Wittlinger ausgeschrieben. Sechs Firmen wurden im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung zur Angebotsabgabe aufgefordert, drei Firmen gaben ein Angebot ab. 
Die geprüfte Preisspanne reicht dabei von 113.761,03 Euro – 117.969,16 Euro (brutto). Die Kostenberechnung liegt bei 141.000 € und damit um rd. 27.000 Euro über der Vergabesumme.
Nach Prüfung und Auswertung der Angebote schlägt das Büro Wittlinger die Vergabe der Estricharbeiten an die günstigste Bieterin, Fa. Mayer Estrich GmbH, Wangen zum Angebotspreis von 113.761,03 Euro vor.  

Aufgrund der fortschreitenden baulichen Umsetzungen sollen in der nächsten Gemeinderatssitzung sodann die noch fehlenden Hauptgewerke Malerarbeiten, Metallbauarbeiten (Türen), Bodenbelagsarbeiten, Fliesenarbeiten, Schreinerarbeiten (Türen) sowie Schlosserarbeiten vergeben werden. 

Die Vergabe der Estricharbeiten erfolgte an die günstigste Bieterin, Fa. Mayer Estrich GmbH, Wangen zum o.g. Angebotspreis.
 

Bekanntgaben/ Verschiedenes
BMin Schaible-Schmidt teilte mit, dass die Smiley-Auswertungen der Geschwindigkeitserfassung im Rahmen des Umlaufs bekannt gegeben wurden. Dazu regt GR Brühl an, während der Bauarbeiten auf der B10 nun die innerörtlichen Durchfahrtsstraßen vermehrt bei den Messungen in den Fokus zu nehmen und ggf. weitere Smileys zu beschaffen, um eine dauerhafte Aufstellung zu ermöglichen.
Zum Antrag der FWV gab BMin Schaible-Schmidt bekannt, dass für die Beleuchtung des Bolzplatzes voraussichtlich ca. 10.000 € (inkl. Tiefbauarbeiten) anfallen würden. Zudem erhielt die Verwaltung bereits eine Beschwerde aufgrund der hohen Nutzungsfrequenz und des daraus resultierenden Lärms. In der nächsten Sitzung soll dann besprochen werden, ob die Umsetzung der Beleuchtung weiterverfolgt werden soll.

BMin Schaible-Schmidt informierte das Gremium, dass das Anliegen zur Verbesserung der Verkehrssituation an der Schule noch beim Landratsamt liegt und man auf Rückmeldung wartet.
Sie gab bekannt, dass im Rahmen des Seniorennachmittags eine Umfrage erstellt werden soll, um die Anregungen und Wünsche aus der älteren Bevölkerung zu erfahren, um diese dann ggf. mit dem Arbeitskreis „Demographische Themen“ weiter zu verfolgen.

Weiter teilte BMin Schaible-Schmidt mit, dass das Schild für die Ankenhalle in Arbeit ist und die Markierungsarbeiten der Stellplätze in der Spindelstraße beim Bauhof eingeplant sind. Bereits umgesetzt wurden die Pflege der Grünanlagen und Beete sowie der Rückschnitt an den Filsterrassen.

Sie gab bekannt, dass die Bewerbung von Veranstaltungen der Kuchener Vereine über die Ortseingangstafeln künftig bereits sechs Wochen (statt bisher einem Monat) vor Veranstaltungsdatum möglich sein soll und deshalb die entsprechenden Richtlinien geändert und die Vereine informiert werden.

Abschließend teilte sie mit, dass der Rewe im Gewerbepark nun vorerst doch erhalten bleibt.

 

Aus dem Gemeinderat wurden folgende Themen angesprochen:  

  • GR Scheible stellte für die CDU-Fraktion den Antrag im Rahmen des Förderprogramms des Regierungspräsidiums den regelmäßigen und fachgerechten Baumschnitt mit 10 € pro Baum zu fördern. Diesem Antrag stimmte das Gremium (eine Enthaltung) zu.
  • GRin Lenz fragte, wann das Wasser am Friedhof wieder bereitgestellt wird. BMin Schaible-Schmidt antwortete, dass dies zeitnah erfolgt.
  • GRin Frieß teilte mit, dass in einem Zeitungsbericht vom Einbau digitaler Wasseruhren berichtet wurde. Diese müssen nicht so schnell ausgewechselt werden, kosten ähnlich viel und erkennen schneller einen möglichen Wasserrohrbruch. Sie regte an, dies für Kuchen zu prüfen. BMin Schaible-Schmidt sagte dies zu. 
  • GRin Frieß regte außerdem an, nach einem Beamer für die Aussegnungshalle zu schauen. So könnten die Liedtexte auch zum gemeinsamen Singen an die Wand projiziert werden, wodurch künftig auch keine Liederbücher mehr gekauft werden müssen. Die Verwaltung wird diesem Vorschlag nachgehen. 

Bürgermeisteramt